Rinderzucht im Einklang mit der Natur

In Altlußheim stehen seit ein paar Wochen Highland-Rinder im Gewann„Niederfeld“. Florian Schmidt, seit einiger Zeit in Altlußheim bekannt durch seinen Hofladen in der Rheinhäuser Straße, hat sich mit diesen Tieren einen Kindheitstraum erfüllt. Er bietet seinen Rindern durch natürliche und artgerechte Haltung ein rundum glückliches Leben. Jeden Tag hält er persönlichen Kontakt zu ihnen, weshalb sie auch sehr zutraulich

und menschenbezogen sind. Sie entwickelten sehr schnell ein persönliches Verhältnis zu ihrem Besitzer. Wichtig sind dabei die kleinen Leckerbissen, wie trockene Semmeln oder Brot, Äpfel und Möhren. Die drei Damen und zwei Herren kommen sofort wenn sie von ihrem jungen

„Chef“ gerufen werden und lassen sich dann wie richtige Schmusetiere streicheln. Das Schottische Hochlandrind Highland Cattle stammt aus den westlichen Highlands von Schottland und den diesem Gebiet vorgelagerten Inseln. Sie werden seit mehr als 150 Jahren ohne Einkreuzung von fremdem Blut in unveränderter Form gezüchtet. Der Vorfahre dieser Rasse ist der keltische Ochse. Sie stellen heute eine nicht zu unterschätzende genetische Reserve dar. Das Schottische Hochlandrind ist eine alte Haustierrasse, die ungeeignet für die moderne Massentierhaltung ist. Aber ebenso wie andere alte Haustierrassen, ist sie wegen ihrer hervorragenden Eigenschaften erhaltenswert.

Fütterung: Als Futter stehen in den Sommermonaten das frische Gras von Weideland zur Verfügung und in den Wintermonaten wird das im Sommer selbst erzeugte Heu der restlichen Flächen verfüttert. Das Schottische Hochlandrind braucht keinerlei Zusatzfutter. Eignung als Landschaftspfleger: Da Schottische Hochlandrinder klein und nicht so schwer sind, schädigen sie mit Ihren Hufen kaum weiche Böden. Sie sind wenig wählerisch beim Futterangebot und können daher auch zur Beweidung armer Standorte eingesetzt werden. So können sie sehr gut Wiesenflächen mit wertvollen Pflanzenbeständen pflegen, ohne deren Artenvielfalt zu gefährden. Sie kommen auf unebenem bzw. reich strukturiertem Gelände sehr gut zurecht und sind hier bei der Pflege der Gebiete der modernen Technik weit überlegen.

Die Tiere sorgen für eine Landschaftspflege ohne Eingriffe des Menschen.

Im Februar 2019 kam der erste Nachwuchs zur Welt. 2 Mädels, darunter ein weißes und ein kleines Bullenkälbchen bereichern seither die Herde. Leni, Lina und Samu sind der Besuchermagnet, vor allem für Kinder. Alle sind gespannt ob im Frühjahr 2020 weiterer Nachwuchs dazu kommt.

Und es kam weiterer Nachwuchs :) ...seit dem 3. April stolpert nun noch ein kleines süsses Bullenkälbchen inmitten der Herde herum. Ein Weiteres wird erwartet....und schwuppdiwupp war Nr. 2 und Nr. 3 da...ein kleiner Kindergarten...